Wärmepumpe-Förderung 2026: bis zu 70 % über die KfW
Der Heizungstausch wird kräftig gefördert: Über die KfW (Programm 458) sind 2026 bis zu 70 % der Kosten als Zuschuss drin. Wie sich das zusammensetzt – und worauf es ankommt – erklären wir hier verständlich.
Stand: Juni 2026 · Fördersätze nach BEG / KfW 458. Verbindlich ist der Einzelfall.Wie viel Förderung gibt es für eine Wärmepumpe?
Die Heizungsförderung läuft über die KfW (Programm 458) und besteht aus einer Grundförderung plus mehreren Boni. In Summe ist die Auszahlung auf 70 % der förderfähigen Kosten gedeckelt.
Grundförderung: 30 %
Bekommt jeder, der eine förderfähige Wärmepumpe einbaut – unabhängig von Einkommen oder Wohnsituation.
Klimageschwindigkeitsbonus: 20 %
Für selbstnutzende Eigentümer beim Austausch einer alten, funktionstüchtigen Heizung. Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- und Nachtspeicherheizungen zählen altersunabhängig; Gas-Zentral- und Biomasseheizungen müssen mindestens 20 Jahre alt sein. Gilt in dieser Höhe für Anträge bis Ende 2028.
Einkommensbonus: 30 %
Für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 € pro Jahr – das ist der Wert aus dem Steuerbescheid (nicht brutto), meist deutlich darunter.
Effizienzbonus: 5 %
Für besonders effiziente Wärmepumpen, etwa mit Erdreich oder Wasser als Wärmequelle oder mit natürlichem Kältemittel.
Die Boni summieren sich rechnerisch über 70 % – ausgezahlt werden aber maximal 70 %. Welche Boni für Sie zusammenkommen, hängt von Ihrer Situation ab.
Was bedeutet das in Euro?
Entscheidend ist nicht nur der Prozentsatz, sondern auch die Obergrenze der förderfähigen Kosten.
Einfamilienhaus
Förderfähig bis 30.000 € (erste Wohneinheit). Bei 70 % sind das bis zu 21.000 € Zuschuss.
Mehrfamilienhaus
Zusätzlich 15.000 € je Wohneinheit (2. bis 6.) und 8.000 € ab der 7. Wohneinheit – jeweils als förderfähige Kosten.
Biomasse-Zuschlag
Bei Biomasseanlagen (z. B. Pelletkessel) gibt es bei sehr niedrigem Staub-Ausstoß zusätzlich 2.500 € pauschal.
Wichtig: der Klimageschwindigkeitsbonus läuft langsam aus
Der 20-%-Klimageschwindigkeitsbonus gilt für Anträge bis einschließlich 31.12.2028. Danach sinkt er schrittweise. Wer den Heizungstausch ohnehin plant, sichert sich mit einem früheren Antrag also den höheren Satz. Das ist einer der Gründe, warum sich die Planung jetzt lohnt – am besten eingebettet in einen individuellen Sanierungsfahrplan, der klärt, ob Ihr Haus für die Wärmepumpe bereit ist.
Und das „Heizungsgesetz"? Die GEG-Vorgabe, dass neue Heizungen zu 65 % mit erneuerbarer Energie laufen müssen, gilt weiterhin. Eine geplante Reform (Gebäudemodernisierungsgesetz, voraussichtlich 2026) ist noch nicht in Kraft – wir verfolgen das und ordnen es für Sie ein.
So kommen Sie an die Förderung
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01
Passt die Wärmepumpe zum Haus?
Erst prüfen, ob Dämmung und Heizflächen passen – sonst läuft die Anlage unwirtschaftlich. Genau das klärt ein iSFP.
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02
Angebot & Vertrag
Fachbetrieb-Angebot einholen; der Liefer-/Leistungsvertrag wird mit aufschiebender Bedingung geschlossen.
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03
Antrag bei der KfW
Im KfW-Kundenportal beantragen – vor Umsetzung. Die nötige Bestätigung (BzA) gehört dazu.
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04
Einbau & Nachweis
Nach Einbau Nachweise einreichen – dann wird der Zuschuss ausgezahlt.
Häufige Fragen zur Wärmepumpe-Förderung
Wie viel Förderung gibt es 2026 für eine Wärmepumpe?
Über die KfW (Programm 458) sind bis zu 70 % der förderfähigen Kosten möglich: 30 % Grundförderung plus Boni. Bei 30.000 € förderfähigen Kosten im Einfamilienhaus sind das bis zu 21.000 € Zuschuss.
Wie setzt sich die maximale Förderung von 70 % zusammen?
30 % Grundförderung, 20 % Klimageschwindigkeitsbonus (für selbstnutzende Eigentümer beim Austausch einer alten Heizung), 30 % Einkommensbonus (zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 40.000 €) und 5 % Effizienzbonus (z. B. Erdwärme- oder Wasser-Wärmepumpe). In Summe ist die Auszahlung auf 70 % gedeckelt.
Bis wann gilt der Klimageschwindigkeitsbonus von 20 %?
Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt 20 % für Anträge bis einschließlich 31.12.2028. Danach sinkt er schrittweise. Wer den Heizungstausch plant, profitiert also von einem früheren Antrag.
Lohnt sich vorher ein iSFP?
Oft ja. Ein individueller Sanierungsfahrplan klärt, ob die Wärmepumpe zu Ihrem Haus passt und welche Schritte (z. B. Dämmung) sinnvoll vorausgehen. Für Maßnahmen an Gebäudehülle und Anlagentechnik bringt der iSFP außerdem 5 % Bonus – die Heizungsförderung selbst läuft separat über die KfW.
Zählt für die 40.000 € beim Einkommensbonus das Brutto- oder Nettoeinkommen?
Weder noch: Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen aus dem Einkommensteuerbescheid – das liegt meist deutlich unter dem Brutto. Gezählt wird der Durchschnitt des zu versteuernden Haushaltseinkommens aus dem zweiten und dritten Jahr vor dem Antrag (für einen Antrag 2026 also die Steuerbescheide 2023 und 2024). Zum Haushalt zählen die Eigentümer und ihre an der Adresse gemeldeten Partner.
Bei welcher alten Heizung gibt es den Klimageschwindigkeitsbonus?
Beim Austausch einer noch funktionstüchtigen Heizung. Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- und Nachtspeicherheizungen werden altersunabhängig anerkannt; Gas-Zentralheizungen und Biomasseheizungen müssen mindestens 20 Jahre alt sein.
Dustin Dondrup
Energieeffizienzexperte (dena-gelistet), Huus-Verstand in Nottuln. .
Sie überlegen, ob sich die Wärmepumpe für Ihr Haus lohnt – und wie viel Förderung realistisch ist? Im kostenlosen Erstgespräch ordnen wir das für Ihr Gebäude konkret ein.